Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
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Flurbereinigung Hustedt

Vorbereitung beginnt

Am 17. Januar trafen sich rd. 40 Bürger im Hustedt Dorfgemeinschaftshaus zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Flurneuordnung mit anschließender Bildung eines Arbeitskreises.

Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate freute sich, dass nun die Verfahrensvorbereitung konkret angegangen wird. Bereits im Januar 2016 hatten sich die Hustedter Grundstückseigentümer zu einer ersten Infoveranstaltung zusammengefunden und großes Interesse an der Durchführung einer Flurbereinigung bekundet. Die Gemeinde begrüßt ein Verfahren außerordentlich und hat bereits einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst.

Christian Schönfelder, Dezernatsleiter in der ArL-Geschäftsstelle Sulingen, erläuterte den Anwesenden die Zielsetzung einer Flurbereinigung.  Die infrastrukturelle Verbesserung kleinerer Gemeinden sei Voraussetzung für die Entwicklung ländlicher Gebiete und erleichtere und stabilisiere die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe.  Gleichzeitig  könne den Belangen des Naturschutzes Rechnung getragen werden. Ursprünglich seien neue Flurbereinigungsprojekte vom Land angeordnet worden. Heute muss eine Flurbereinigung von der Landwirtschaft gewollt sein und so verwundert es nicht, dass die Entwicklung von Maßnahmenkonzepten vor der Einleitung einer Flurbereinigung mittlerweile die Regel ist.
Eine Flurbereinigung beinhalte bodenverbessernde und bodenschützende Maßnahmen insbesondere im Zusammenhang mit der Gestaltung neuer Wirtschaftstflächen, der Aufhebung von Wegen sowie zur Reduzierung des Arbeitsaufwandes beziehungsweise zur Erleichterung der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen. Als beabsichtigte agrarische Wirkungen nannte der Experte insbesondere eine Verringerung der Entfernungen vom Hof zum Feld bzw. von Feld zu Feld, ein leistungsfähiges Wirtschaftswegenetz sowie Kostenminderungen bei Maschineneinsätzen etc.
Die entstehenden Kosten werden zu 75 Prozent vom Land Niedersachsen, dem Bund und der Europäischen Union getragen. Die restlichen 25 Prozent entfallen auf die Teilnehmer und die Gemeinde, sofern diese sich an den Kosten beteiligt. Personalkosten und der Sachaufwand für Planungsleistungen werden in voller Höhe vom Land Niedersachsen getragen.
Der weitere Ablauf sieht vor, dass schon zu Beginn des nächsten Jahres beim Ministerium der Antrag zur Aufnahme ins Flurbereinigungsprogramm und damit die Freigabe zur Einleitung eines Hustedter Flurbereinigungsverfahrens gestellt werden soll. Bis zum Herbst wird der Arbeitskreis in mehreren Sitzungen ein Maßnahmenkonzept einschließlich Kosten und Finanzierung erarbeiten. Dieses Konzept wird mit dem Landwirtschaftsministerium abgestimmt und in einer Informationsveranstaltung den Grundeigentümern möglichst noch in diesem Jahr vorgestellt.

Schließlich wurden folgende 10 Personen für die Besetzung des Arbeitskreises vorgeschlagen und benannt:
Karl-Heinz Grahl, Hermann Meyer-Schierenbeck, Hilmer Grieme, Jörg Wichelmann, Jürgen Lemke, Michael Gantzen, Johann Schütte, Heinfried Bröer, Joachim Masemann, Rennig Söffker.

Foto von links:
Karl-Heinz Grahl, Hermann Meyer-Schierenbeck, Hilmer Grieme, Jörg Wichelmann, Jürgen Lemke, Christa Gluschak (Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen), Marlies Plate (Bürgermeisterin), Michael Gantzen, Johann Schütte, Heinfried Bröer, Joachim Masemann.